Samstag, 28. April 2012

Ein Silberstreif am Horizont ;)

Ganz froh und stolz und auch ganz schön groggy (= k.o.) sitze ich mittlerweile auf dem Sofa. Leider gibt es von der heutigen Aktion keine Fotos, ich hab die Kamera einfach nicht griffbereit gehabt.

Warum froh?
Das große Problem 'Komposthaufen' ist doch nur ein kleineres, so wie es aussieht. Halleluja!

In den letzten Tagen und Nächten, als ich noch nicht die Gelegenheit hatte mir das Ganze näher anzusehen, habe ich im Kopf bereits mehrere Möglichkeiten durchgespielt
  1. Komposter abbauen und Kompostinhalt entsorgen (Grünabfalltonne)
  2. Komposter umsetzen und Inhalt neu aufschichten
Warum stolz?
Neben einer Menge Arbeit rund um den Holzschuppen, für die das Wetter heute wirklich nicht ganz ideal war, habe ich es endlich gepackt und den Komposter abgebaut und den komplette Inhalt zwischengelagert. Als Lagerplatz diente mir dabei unsere leere Grünabfalltonne. Dabei habe ich drauf geachtet, alles schon einmal ordentlich durchzumischen und zu belüften.
  • Geruch: alles in allem roch das Zeug gut - beinahe wie Waldboden, nicht faulig
  • Bestandteile: Zweige, Schichten von verdichteten Materialien wie Laub oder Grasschnitt, ganze Eierschalen, Sägespäne, eine Ascheschicht von 5 - 10cm
  • Tiere: habe sogar doch noch einige Regenwürmer gesehen, außerdem jede Menge Asseln und Ameisen
Die Ascheschicht habe ich aussortiert und in der Restmülltonne entsorgt. Alles andere, vor allem die verdichteten Schichten auseinandergezupft. Das Zwischenlager ist zwar auch nicht ideal, da kaum Luft drankommt, aber es soll ja auch nicht lange dauern - spätestens Anfang nächster Woche soll es alles umgeschichtet sein.
Der Komposter kam an eine neue Position im Garten und zwar hinter das Gewächshaus, dort wo auch die Mülltonnen geparkt werden, in der Nähe der Garagentür. Das ist praktischer, als wenn wir erst quer über den Rasen müssen, um Küchenabfälle wegzubringen.
Ich war ganz überrascht, wie schnell sich der Kompost in der Tonne aufgeheizt hat - ob das auch an der Belüftung liegt oder nur am Sonnenschein auf das schwarze Behältnis? Egal, es kommt in Gang.
An der neuen Position den Komposter wieder zusammengebaut, dank Stecksystem geht das sehr fix. Und dann die neue Füllung begonnen. Immer schön abwechselnd
  • frisches, grünes Material (Brennnesseln, etwas Rasenschnitt, Küchenabfälle)
  • zerpflücktes, getrocknetes Laub
  • der alte, durchgemischte und belüftete Komposter-Inhalt
Das grüne Komposter-Ding ist nun wieder bis zur Hälfte gefüllt, die Grüntonne noch etwa ein Drittel voll, außerdem noch zwei 90 Liter Speisskübel, die auch noch halbverotteten Kompost enthalten und wieder geleert werden sollen. Zusammen mit noch einem halben Sack getrocknetem Laub und dem nächsten Rasenschnitt in der kommenden Woche kann es weitergehen.

Warum groggy? 
mindestens 10 Schubkarren gespaltenes Holz gefahren und aufgestapelt, 300 Liter Kompost zweimal geschaufelt und das bei gefühlt 15°C mehr als die letzten Tage. Endlich Sommer.
;) Heute Nacht kann ich gut schlafen.