Mittwoch, 25. März 2015

Remake der Hochbeete - Teil 2

Das Aufstellen der ersten beiden Beetkästen hat natürlich, dank der Hilfe unserer Nachbarn sehr gut geklappt und ich hab mich dann mal an die Füllung gemacht.
Hinein kommt natürlich erstmal 'die alte Erde' aus dem Hochbeet. Die war ja damals auch schon eine bunte Mischung aus verschiedenen Zutaten (siehe hier und hier).

Im alten Hochbeet #1 (das neben der Platane), welches etwas weiter oben stand, waren alle Bestandteile zum großen Teil schon verarbeitet und zerfallen. Nur etwa in den trockenen Rändern waren zum Teil noch Klumpen aus Blättern und einzelne Stöckchen zu finden, die sich aber sehr leicht zerbröseln ließen. Alles fein zu Humus verarbeitet. Im alten Beet #2 habe ich wesentlich mehr von dem zuunterst liegenden Topholz (Äste, Zweige) gefunden. Das war vielleicht zu grob und daher noch nicht umgesetzt.

Ich bin gut zufrieden mit der Qualität der Erde (es waren auch eine Menge Wurmies darin, gegen die Kälte zusammengerollt ;) ), allerdings kann noch mehr Humus rein, also habe ich diesmal Schichten aus der alten Erdmischung mit

  • etwas gehäckseltem Baumschnitt
  • viel altem Laub (gute Mischung aller möglichen Bäume)
  • frischem Pferdemist
  • etwas Rindenmulch
  • Kaffeesatz (ich bekomme jetzt jede Woche etwa einen 10l Eimer voll)
  • fein gemahlene Eierschalen
  • und gesiebtem Holzkompost

gebildet. Ich habe keine Bedenken, dass der Pferdemist verrottet und umgewandelt ist, bis die ersten Wurzeln bis dorthin reichen, da die Schicht weiter mittig bis unten liegt. Und es war mengenmäßig auch nicht soo viel.

Das macht richtig Spass, diese Riesenlasagne aufzubauen. In ein paar Wochen, sobald die ersten Pflänzchen gekeimt sind und es draußen etwas wärmer ist, werde ich noch frischen Wurmkompost aus meiner Wurmfarm hinzufügen und mit den alten Frauenmantelblättern vom letzten Jahr mulchen.

Hier ein Draufblick auf die neue Anlage. Dahinter noch etwas mehr Arbeit ;) Heinzholz für 2017/2018.

Reduce • ReUse • Recycle (Die drei R's)

Dieses Prinzip trifft auch hier wieder zu: Baumschnitt und Laub von unserem Grundstück und dem nahen Umland werden weiterverwertet, statt entsorgt zu werden. Ebenso Kaffeesatz und Eierschalen. Ich sehe diese Materialien nicht als Abfallprodukte sondern mehr als Nährstofflieferanten und freue mich, dass sie vielen Bodenlebewesen als Nahrung dienen können. Mit einer Steigerung von Humus im Boden speichere ich etwas CO2, der an anderer Stelle schneller wieder freigesetzt würde.
Alles in allem ist das nicht viel, aber auch ein kleiner Beitrag ist ein Beitrag...