Mittwoch, 4. Februar 2015

Indoor-Salate und erste Erbsen

Das Kribbeln ist kaum auszuhalten. Es ist grad Anfang Februar und draussen haben wir noch Schneereste und Minusgrade, aber es kribbelt einen schon wieder so derbe in den Fingern. 
Wann können wir endlich raus und den Garten auf Vordermann bringen? Es gibt soo viel zu tun in 2015, hier eine Übersicht über die kleinen und großen Projekte:


  • Aufbau des Kinderspielhauses
  • neuer Anschluß für den Regenwassertank
  • Erneuerung und Erweiterung der Hochbeete
  • Automatische Bewässerung für Hochbeete, Gewächshaus und Container
  • Erweiterung des Obstgartens auf der alten Streuobstwiese
  • ... u.v.m.


Ich habe sehr viel gelesen und recherchiert im Internet zu Themen wie Permakultur, Garten- und Gemüsebau, und allem Möglichen anderen, was damit so zusammenhängt. Das ergab eine Menge an Ideen, wie wir unseren Garten in etwas ganz Besonderes verwandln können: in einen Garten, der uns nährt und gesund erhält, und uns dabei erfreut. In einen Garten, der uns hilft massiv Geld zu sparen und uns dennoch abwechslungsreich und gesund zu ernähren. Und der bewirkt, dass unsere Kinder lernen, wie leicht es ist, etwas zum Wachsen zu bringen, Bodenleben zu fördern und im Einklang mit der Natur zu leben.

Am letzten Wochenende haben die ersten richtigen Vorbereitungsarbeiten abseits des Planens und Organisierens angefangen. Meine Große hat mir in der Mittagspause geholfen, die ersten Salatpflänzchen auszusäen.

Sie hat sich gefreut, mitmachen zu können und war ziemlich lange aufmerksam und konzentriert bei der Sache. Zuerst haben wir Anzuchterde (eigene Mischung) in die Saatplatten gefüllt, eine etwas fummelige Angelegenheit, solange es drinnen stattfindet. Dann wurden vier Sorten ausgewählt, Schildchen geschrieben und sie durfte dann ganz vorsichtig je ein Samenkorn auf je ein Töpfchen verteilen. Es hat uns beiden Spaß gemacht.
Nun ruht die Saatplatte auf einer Unterlage hinter dem Sofa am bodentiefen Südfenster und wird jeden Tag zwei- bis dreimal besprüht.


Warum dieser Standort, immerhin könnte man sie dort auch einfach vergessen?
Nun, das ist so: das Fenster macht uns Sorgen. Es verzieht sich immer wieder und wir haben in der Ecke aktuell dank einer aufgerissenen Silikonfuge und Dichtigkeitslecks Luftzug und etwa 12 Grad Celsius... Bei Frost draußen sogar noch weniger. Das ist ein Problem. Aber, und das lehrt mich die Permakultur: lass ein Problem zugleich eine Lösung sein! Die Temperatur und Lichtverhältnisse sind ideal für die Anzucht von Salat. Ergo!

Heute, nach nur zwei Tagen, haben wir die ersten Keime entdeckt. Es geht dem Salat spitzenmäßig!


Außerdem ziehe ich dieses Jahr für die nächsten Salate etwas vor, dass ich so noch nie gegessen bzw. genutzt habe: Erbsen-Sprossen (engl. pea shoots). 
Klar, Sprossen kenne ich von allem Möglichen, mache ich hin und wieder mal, aber auch nicht regelmäßig. Also diese "pea shoots" sind quasi die Triebspitzen von Erbsenpflanzen, richtig mit einigen Blättchen dran. 
Bin sehr gespannt und hungrig auf lebendiges Essen. Kennt ihr das? Irgendwann im Frühjahr hat man Schmacht auf Salat und frische, knackige Sachen und jeder Salat aus dem Supermarkt schmeckt irgendwie nur wie Heu. Also müssen erste (oder letzte) Blättchen aus dem Garten her. Das soll im Übrigen in diesem Jahr auch einer meiner Schwerpunkte werden: essbares Grünzeug in verschiedensten Variationen.

Ich hoffe, ich komme dieses Jahr besser dazu mal regelmäßig zu berichten ;)