Freitag, 5. Mai 2017

Vier Schwestern

Das Konzept der "drei Schwestern", also des kombinierten Anbaus von Mais, Stangenbohnen und Kürbis auf ein und derselben Fläche ist vielen schon bekannt. 

Diese Anbautechnik wurde von den amerikanischen Ureinwohnern angewandt, weil diese um die vielen Vorteile wußten:

- der Mais dient den Bohnen als Rankhilfe
- die Bohnen bringen durch Knöllchenbakterien Stickstoff in den Boden ein, der Mais und Kürbis unterstützend düngt
- der Kürbis beschattet den Boden zwischen den Maispflanzen und unterdrückt so unerwünschte Beikräuter

Bei der Lektüre von "Gaia's garden" (Toby Hemenway) bin ich über ebendies Szenario gestolpert - doch Hemenway beschreibt noch eine vierte Schwester, die Cleome (Spinnenblume), die auch einen festen Platz in der Anbaumethode hatte, wahrscheinlich um Bestäuber für Kürbis und Bohnen anzulocken.

Ansicht des Hügelbeets
Ich werde in diesem Jahr auf einem im vergangenen Herbst neu angelegten Hügelbeet diese vier Schwestern anbauen und bin schon sehr gespannt, wie das ausfallen wird. Das Hügelbeet wurde nach dem Konzept der Hügelkultur von Sepp Holzer angelegt und beinhaltet unter anderem den abgelagerten Rückschnitt von mehreren Apfelbäumen, Pferdemist, Laub, Rasenschnitt, halbreifen Kompost und Kaffeesatz. Zuoberst kommt vor der Pflanzung eine Schicht Gartenerde drauf und etwas fertiger Kompost vom Kompostwerk. Gemulcht werden die Pflanzen, sobald sie eine entsprechende Größe erreicht haben, mit Laub und altem Stroh.

Ausgewählte Sorten:
- Bantam-Mais
- Monstranzbohnen
- Spaghetti-Kürbis
- Cleome in pink

Mein Zeitplan für die Aussaat bzw. Pflanzung:
- Ende April: Kürbis und Mais vorziehen
- Zweite Maiwoche: Mais auspflanzen
- Dritte bis vierte Maiwoche: Bohnen rund um die Maispflänzchen legen und Cleome säen
- vierte Maiwoche: Kürbispflanzen einsetzen
- bis Ende Mai: Folie zum Schutz drüber lassen


Ich werde weiter berichten.